Was ist Zen?

Zen ist am Anfang erstmal nur sitzen – Zazen praktizieren.

Gedanken kommen und gehen. Lass sie ziehen, wie die Wolken am Himmel.

Achte auf deine Atmung. Wenn das beobachten der Gedanken zu langweilig erscheint und du immer wieder abschweifst, dann kann es eine gute Praxis sein, die Atemzüge zu zählen – eins bis zehn und dann wieder bei eins anfangen. Als ich damals anfing, habe ich gleich 2 mal 45 Minuten gesessen.
Heute würde ich empfehlen erstmal langsam anzufangen, vielleicht mit 2 mal 10 Minuten. Oder gar nicht mit der Uhr, sondern nach Gefühl. Rücken und Knie müssen sich erstmal an die Sitzhaltung gewöhnen. Für uns in Europa ist der Lotossitz völlig neu und vielleicht unerreichbar. Daher versuche erstmal eine einigermaßen angenehme Sitzhaltung auf einem Sitzkissen (Zafu) oder einer Meditationsbank hin zu bekommen. Natürlich sind die Ruhe und die Tiefe, die man erreicht, wenn die Gedanken zur Ruhe kommen, bei 45 Minuten eine andere als bei 10 Minuten. Erwarte also am Anfang nicht gleich zu viel. Beim Zazen gilt wie bei anderen Dingen auch – Übung macht den Meister. Und es ist auch noch kein Zen Meister vom Himmel gefallen.

Zen Meister Dogen schrieb im Shobogenzo das Kapitel Fukanzazengi. Darin wird detailliert beschrieben, worauf man beim Zazen besonders achten sollte: https://integralcoachingberlin.de/fukanzazengi/

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Eihei Zenji Dōgen – Shōbōgenzō [Weiter]
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